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Lerntipp 4: Kurzes Worming-up vor dem Unterricht

Aktualisiert: 5. Juli 2020


Man hört oft, dass man das Lernen zur Gewohnheit machen soll, wie man jeden Tag ohne grosses Denken Zähne putzt.



Zu Beispiel: jeden Morgen 15 Minuten bevor man arbeiten geht, immer im Zug für Pendler, immer während der Mittagspause, jeden Abend bevor man ins Bett geht, usw.


Man hört auch oft, dass man lieber täglich 15 Minuten lernen soll anstatt nur am Wochenende 2 Stunde am Stück.



Diese Ratschläge sind sicher nicht falsch. Aber man braucht sehr viel Disziplin, zumindest am Anfang bis das Lernen zur Gewohnheit geworden ist.



Aber für mich funktioniert diese Methode nicht. Wie oft ich am Ersten Tag des Jahres gute Vorsätze gemacht, die ich bereits nach drei Tagen aufgehört habe?



Bei mir spielt die Lust zum Lernen eine grosse Rolle. Und ich darf auch nicht zu müde sein zum Lernen. Vor allem "Lernen müssen" tötet meine Lust und Motivation.



Seit einigen Monaten lerne ich Ungarisch. Das ist keine einfache Sprache für mich (vielleicht auch für viele!) und verlangt viel zeit zum Auswendiglernen von mir.



Ich habe meine online Lektion immer am Montag Vormittag. Ich habe mit mir abgemacht, dass ich 30 vor jeder Lektion die Wörter und die Grammatik repetiere. Zwischen zwei Lektionen lerne ich nur wenn ich Lust und Zeit habe. Ich stresse mich nie mit dem Vorwurf wie "Du solltest lernen" "Du hast diese Woche schon wieder nichts gemacht" "Die Zeit muss man finden" etc. Selbst wenn ich nicht mehr als 30 Minuten gelernt habe, sage ich meinem Lehrer nie "Es tut mir leid".



Das Gehirn lernt schlecht, wenn es unter Selbstvorwurf oder Schuldgefühl steht.



Aber bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Es ist nicht, dass ich Ihnen sagen möchte, Sie sollen nicht täglich und regelmässig lernen.

Wenn Sie das machen könne, wäre es super.


Was ich Ihnen sagen wollte, ist, dass Sie eine kleine Abmachung mit Ihnen selber machen können. Eine Abmachung, an der Sie sicher halten können. Bei mir ist die 30-minutige Repetition unmittelbar vor der Lektion. Man merkt sofort, wie positiv das auf die Lektion wirkt. Man fühlt sich sicher und man kann dem Lehrer Fragen stellen, was man nicht verstanden hat. Man kann am Unterricht aktiv teilnehmen und das gibt einem einfach ein gutes Gefühl. Das Gehirn liebt ein Gutes Gefühl und ein Erfolgserlebnis.


Wenn Sie nicht viel Zeit zum Lernen haben, organisieren Sie die Lektionen so, dass Sie vorher 30 Minuten für die Repetition Zeit nehmen können.



Befreien Sie sich vor dem Phantom "Du solltest jeden Tag regelmässig lernen!"





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